Musik im Kloster Altfriedland
Der malerisch gelegene Ort mit seiner mittelalterlichen Klosterruine ist Zentrum eines kleinen, ambitionierten Festivals, in dessen Zentrum «Alte Musik» steht. Als Konzertsaal dient das sterngewölbte Refektorium des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Altfriedland. Der beeindruckende Raum, einst der Speisesaal der Nonnen, eignet sich mit seiner klaren Akustik in idealer Weise für die Aufführung von Musik aus vergangenen Zeiten. Auch in diesem Jahr erwarten die Besucher außergewöhnliche Konzerterlebnisse und lebendige Begegnungen mit herausragenden Künstlern. Die Konzerte werden sowohl von jungen Ensembles gestaltet, deren Mitglieder sich noch im Studium befinden, als auch von renommierten Künstlern, die bereits international konzertieren.
Konzert im Refektorium
Foto: Kulturförderverein Kloster Altfriedland
Sonntag, 26. Juli, 16 Uhr
Refektorium
Eröffnungskonzert
Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080
COLLEGIUM MUSICUM ´23
Nadja Zwiener, Violine
Anna Dmitrieva, Violine
Magdalena Schenk-Bader, Violine/Viola
Joseph Crouch, Violoncello

Collegium Musicum '23
"Die Kunst der Fuge" von Johann Sebastian Bach gehört zweifellos zu den Meisterwerken des Barock. Das Collegium Musicum '23, das die Komposition im letzten Jahr
auf Originalinstrumenten der Bachzeit auf CD eingespielt hat, konnte für das diesjährige Eröffnungskonzert gewonnen werden. Gemeinsam formen Musikerinnen und Musiker
einen faszinierenden Klangkosmos.
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Samstag, 1. August, 16 Uhr
Refektorium
Like a Virgin
Mariengesänge aus vier Jahrhunderten
ENSEMBLE FALSE RELATIONS
Marina Kerdraron Dammekens, Sopran
Jessica Thomas, Barockvioline & Barockviola
Jack Adler-McKean, Serpent
Agnieszka Skorupa, Cembalo

Ensemble False Relations
«False Relations», ist ein Alte-Musik-Esemble aus Berlin, das sich auf die Aufführung von Musik des frühen Barock spezialisiert hat. Es ist Preisträger des
Wettbewerbs für Ensemble der Alten Musik an der Universität der Künste Berlin in Zusammenarbeit mit dem Verband Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.
Das Konzert findet in Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg satt.
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Samstag, 8. August, 16 Uhr
Refektorium
Schwester Mond und die Sterne
Der Sonnengesang des heiligen Franziscus - Musik zum 800sten Todestag von Franz von Assisi
LA VILLANELLA BASEL
Kathleen Danke, Sopran
Claudia Nauheim, Blockflöte
Irene Klein, Viola da Gamba
Mechthild Winter, Virginal/Orgel

La Villanella Basel
La Villanella Basel widmet sich der historisch orientierten Aufführung mit Schwerpunkt auf Musik, die um 1600 entstanden ist. In der Presse werden die Konzerte der Künstlerinnen
als magisch und herausragend virtuos beschrieben. Die Kritiker erwähnen neben spieltechnischer Perfektion und stilsicherem Gestaltungsvermögen auch immer wieder die Verzauberung des Publikums
sowie die klangliche Schönheit und die Professionalität der Gruppe.
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Samstag, 15. August, 16 Uhr
Refektorium
The Image of Melancholy
Jubiläumskonzert zum 400-sten Todesjahr von John Dowland
ENSEMBLE MUSICA GETUTSCHT
Ella Marshall Smith, Sopran
Jaro Kirchgeßner, Alto
Martin Höhler, Tenor
Vincent Berger, Bass
Bernhard Reichel, Laute & Leitung

Musica Getutscht
Musica getutscht wurde 2020 in Bremen gegründet und widmet sich der Musik der Renaissance und des Frühbarock. In diesem Konzertprogramm begegnen sich zwei
herausragende – und berüchtigt „wahnsinnige“ – Komponisten des Frühbarock: John Dowland und Carlo Gesualdo, deren Leben von Melancholie und extremen Leidenschaften geprägt war.
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Samstag, 22. August, 16 Uhr
Refektorium
Españoletas - Spanischer Wind
CONCIERTO IBERICO
Ines Pina Perez, Blockflöte
Juan Gonzales Martinez, Barockposaune/Leitung
Miguel Bellas, Spanische Gitarren, Theorbe
Lea Suter, Cembalo
Hannes Malkowski, Percussion

Concierto Iberico
Sie spielten auf Türmen und Plätzen, im Rathaus und in Kirchen, an Festtagen, zur Warnung der Bürger vor Gefahren und zur allgemeinen Freude: Die Stadtmusikanten der Renaissance und des Barock, in Spanien „Ministriles“ genannt. Das Programm „Españoletas – Spanischer Wind“ möchte das Spiel dieser Ministriles wieder auferstehen und auch heutige Hörer daran teilhaben lassen. Mit festlicher Musik der Renaissance und des Frühbarock nimmt das Ensemble Concierto Ibérico die Konzertbesucher mit auf eine Zeitreise in das goldene Zeitalter Spaniens, in dem Komponisten wie Antonio de Cabezón, Diego Ortiz und Gaspar Sanz gefeiert wurden.
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Samstag, 9. August 16 Uhr
Refektorium
Arie antiche - das Original?
STUDIERENDE DER GESANGSKLASSEN DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK BERLIN
Leitung und Cembalo: Robert Nassmacher
Italienische Arien des 17. und 18. Jahrhunderts aus der berühmten Sammlung von Alessandro Parisotto
Musik von A. Scarlatti, A. Caldara, A. Lotti, G.B. Pergolesi, A. Stradella u.a.
Projektteilnehmer 2018
Seit vielen Jahren gibt es die Kooperationsprojekte von Kulturfeste im Land Brandenburg und der Gesangsabteilung der Musikhochschule Hanns Eisler Berlin. Auch in Altfrieland konnte man schön häufig die Konzertaufführungen der jungen Sängerinnen und Sänger erleben. In diesem Jahr stehen italienische Arien auf dem Programm, die unter dem Titel "Arie antiche" von dem Gesangspädagogen Alessandro Porisotto für Stimme und Klavier eingerichtet wurden, wohl das bekannteste Studienwerk für angehende Gesangssolisten. Die Gesangsstücker werden hier weitgehend in ihrer originalen Fassung aufgeführt.
(in Kooperation mit KULTURFESTE IM LAND BRANDENBURG e.V.)
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Samstag, 16. August 16 Uhr
Refektorium
Inferno
eine Hommage an Dante
MUSICA SEQUENZA
Burak Özdemir, Leitung und Dulcian
Diana Ramirez, Sopran
Annie Gard, Violine
Kaori Kobayashi, Violine
Tang Han Fu, Cembalo

Musica sequenza
Das Berliner Ensemble Musica Sequenza präsentiert ein Programm, das vom florentinischen Großmeister Dante Alighieri inspiriert wurde: mit Werken von Monteverdi, Frescobaldi, Gesualdo,
Cavalli und anderen Meistern der italienischen Renaissance und der frühbarocken Epoche. Ensemblegründer Burak Özdemir sagt dazu: „Mich hat Dantes Schicksal inspiriert, seine politischen Kämpfe,
nachdem er in Florenz zum Tode verurteilt worden war. Seine Kunst stellte im 14. Jahrhundert politische und religiöse Fragen, die den unseren im 21. Jahrhundert wieder sehr verwandt sind.“
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Samstag, 19. September, 16 Uhr
Refektorium
„A Day in a Life“
elisabethanische und zeitgenössische Lautenlieder
DUO LUCIOLE
Sofia Stern, Sopran
Charlie Chang, Laute
Musik von J. Kapsberger, G. Caccini, G. Frescobaldi, J. Dowland u.a.

Duo Luciole
Die beiden Musiker*innen des Duo Luciole stoßen ein Fenster auf in die Zeit des Früh- und Vorbarock, in intime Klangwelten voll Innigkeit und Intensität. Liebe und Schmerz,
Tod und Freude stehen im Zentrum ihrer Programme - Themen, die uns auch heute noch bewegen und faszinieren, so wie das milde Licht des Luciole, des Glühwürmchens, das diesem
charmanten, außergewöhnlichen Duo seinen Namen gegeben hat .
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MUSIK IM KLOSTER ALTFRIEDLAND 2026
wird finanziell unterstützt durch die
Kreissparkasse Märkisch Oderland
Veranstalter:
Kulturförderverein Kloster Altfriedland e.V.
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Tel: 030-6917566 mobil: 0175-689 8393
Tickets: 16 € ermäßigt 12 €
Kartenvorbestellungen:
Kultur- und Tourismusamt Märkische Schweiz
Tel: 033433-150031
www.kulturfeste.de,
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Publikation des
Kulturfördervereins Kloster Altfriedland e.V.
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2022 erschienen
Spuren jüdischen Lebens an der mittleren Oder
Text: Hilmar Schulz
Fotografie: Yvette Thormann
Gestaltung/Produktion: Florian Reckert
Herausgeber: Ernst Herzog
Das Buch geht der jüdischen Vergangenheit im deutsch-polnischen Grenzgebiet der mittleren Oder nach. Betrachtet werden 24 Orte auf beiden Seiten des Grenzflusses, in denen das kulturelle Erbe der Jüdinnen und Juden noch sichtbar und erlebbar ist. Das zweisprachige Buch lädt mit ansprechenden Texten und kraftvollen Bildern dazu ein, diese Orte zu besuchen und der verschwundenen jüdischen Welt nachzuspüren.
Was lange vergessen oder versteckt blieb, jetzt aber wiederentdeckt ist, was durch Krieg und Verfolgung zerstört, bewusst verschüttet und respektlos überbaut wurde, wird ein Stück weit sichtbarer. Die „Spuren / Ślady“ werden damit an Straßen, Gebäuden, Plätzen oder in Waldstücken besser zu finden sein. Über Jahrhunderte währendes, aber weitgehend vernichtetes jüdisches Leben kehrt mit dieser Art Leitsystem in die lebendige Erinnerung ein.
Dr. phil. Sascha Topp
Kulturförderverein Kloster Altfriedland e.V.
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