Musik im Kloster Altfriedland
Der malerisch gelegene Ort mit seiner mittelalterlichen Klosterruine ist Zentrum eines kleinen, ambitionierten Festivals, in dessen Zentrum «Alte Musik» steht. Als Konzertsaal dient das sterngewölbte Refektorium des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Altfriedland. Der beeindruckende Raum, einst der Speisesaal der Nonnen, eignet sich mit seiner klaren Akustik in idealer Weise für die Aufführung von Musik aus vergangenen Zeiten. Auch in diesem Jahr erwartet die Besucher außergewöhnliche Konzerterlebnisse und lebendige Begegnungen mit herausragenden Künstlern. Die Konzerte werden sowohl von jungen Ensembles gestaltet, deren Mitglieder sich noch im Studium befinden, als auch von renommierten Künstlern, die bereits international konzertieren.

Gesualdo-Ensemble im Refektorium
Foto: Kulturförderverein Kloster Altfriedland
Samstag, 26 Juli, 16 Uhr
Refektorium
Sonderkonzert - Preisträgerkonzert
«All the pleasures, all the pains»
Giovanni Pierluigi da Palestrina
Cypriano de Rore
Girolamo Frescobaldi
John Dowland
Ensemble False Relation
Jessica Thomas, Barockvioline & Barockviola
Michael Taylor, Countertenor
Jack Adler-McKean, Serpent
Agnieszka Skorupa, Cembalo
«False Relations», ein Alte-Musik-Esemble aus Berlin, das sich auf die Aufführung von Musik des frühen Barocks spezialisiert hat. Sie sind Preisträger des II. Wettbewerbs für Ensemble der Alten Musik an der Universität der Künste Berlin in Zusammenarbeit mit dem Verband Kulturfeste im Land Brandenburg und werden mit Liebesliedern aus England und Italien das Publikum begeistern.
Samstag, 9. August, 16 Uhr
Klosterkirche
Eröffnungskonzert
J.S. Bach: "Mein Herze schwimmt im Blut"
Kantate BWV 199
J.S. Bach: Concerto A-Dur für Oboe, Streicher und B.c.
Musik von Henry Purcell und G.F. Händel
Johanna Kaldewei, Sopran
Concerto Grosso Berlin
Frédérique Brillouin, Oboe
Beatrix Hellhammer, Violine
Waltraut Elvers, Violine
Ernst Herzog, Viola
Johann-Martin Krampe, Viola da Gamba
Sabine Erdmann, Cembalo
Concerto Grosso Berlin
Die Sopranistin Johanna Kaldewei ist als Konzert-, Opern- und Liedsängerin deutschland- und europaweit tätig. Ihr Repertoire reicht von Musik des 16. und frühen 17. Jh. bis in die Gegenwart. Im Rahmen ihrer vielseitigen künstlerischen Tätigkeit musizierte sie u.a. mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig, und dem Orchester der Komischen Oper Berlin.
Das Ensemble «Concerto Grosso Berlin» konzentriert sich ausschließlich auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Es widmet sich sowohl der Interpretation von bekannten Werken des Barock und der Klassik als auch der Wiederentdeckung zu Unrecht vergessener Meisterstücke. Dabei geht es den Musikerinnen und Musikern von «Concerto Grosso Berlin» weniger um museale Werktreue als vielmehr um einen modernen, lebendigen Ausdruck, der den traditionellen Hörgewohnheiten neue Impulse verleiht.
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Samstag, 16. August, 16 Uhr
Refektorium
Tea for Two
Tobias Hume
Mr. de Sainte Colombe
Howard Goodall
John Jenkins u.a.
Juliane Laake, Viola da Gamba
Irene Klein, Viola da Gamba

Juliane Laake
Juliane Laake studierte Viola da Gamba an der Hochschule für Künste Bremen sowie am Königlichen Konservatorium von Den Haag. Etliche Meisterkurse bei internationalen Kapazitäten vervollständigten ihre Ausbildung. Die Stipendiatin des Deutschen Musikrates und Preisträgerin des Internationalen Telemannwettbewerbs Magdeburg hat sich inzwischen beim Leipziger Bachfest und zahlreichen anderen renommierten Festivals für Alte Musik empfohlen.
Irene Klein studierte an der Scola Cantorum Basiliensis bei Paolo Pandolfo und in Mailand an der Civia Scuola di Musica bei Roberto Gini. 1997 wurde sie beim 1. Internationalen Bach-Abel-Wettbewerb für Viola da gamba in Köthen/Anhalt zweite Preisträgerin. Mit ihrem Gambenduo «Musicke&Mirth» mit Jane Achtmann gewann sie mehrere hochdotierte Ensemblewettbewerbe.
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Samstag, 23. August, 16 Uhr
Refektorium
MYSTERIEN UND OFFENBARUNGEN
Heinrich Ignaz Franz Biber
Isabella Leonarda
Giovanni Antonio Pandolofi Mealli
Johann Pachelbel
Antonio Bertali
Nadja Zwiener, Violine
Maximilian Ehrardt, Barockharfe
Nadja Zwiener
Maximilian Ehrhardt
Nadja Zwiener wurde in Berlin und London ausgebildet. Ihr Repertoire reicht vom Barock bis in die Romantik mit seltenen, aber willkommenen Ausflügen in die Neue Musik. Als Konzertmeisterin oder musikalische Leiterin ist sie weiterhin z. B. bei B'Rock, der Akademie für Alte Musik Berlin oder auch modernen Orchestern wie dem der Komischen Oper Berlin zu Gast.
Maximilian Ehrhardt studierte moderne Harfe am Conservatorium van Amsterdam, wo er sein Masterstudium der Harfe bei Prof. Erika Waardenburg 2009 cum laude abschloss. Zeitgleich begann er 2008 das Studium der historischen Harfen bei Prof. Mara Galassi an der Accademia Internazionale della Musica di Milano, welches er 2015 mit dem Master, ebenfalls cum laude, abschloss. Maximilian Ehrhardt trat mit Barockorchestern, in Kammermusikensembles, in Theater- und Opernproduktionen, sowie als Solist in ganz Europa auf.
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Samstag, 30. August, 16 Uhr
Refektorium
PASSACAGLIA
Adam Krieger
Biagio Marini
Antonio Bertali
Girolamo Frescobaldi
Ensembla Musica Fiata
Roland Wilson, Cornetto
Claudia Mende, Violine
Heidi Gröger, Viola da Gamba
Adrian Rovatkay, Fagott
Arno Schneider, Orgel
Musica Fiata
Musica Fiata wurde 1976 gegründet als Ensemble für die Aufführung der Musik des 16.und 17.Jahrhunderts auf historischen Instrumenten. Ein ausführliches Studium der Quellen zur Aufführungspraxis, der originalen Instrumente dieser Epoche und ihrer Spieltechniken führte zur Entwicklung einer sprechenden Spielweise und eines charakteristischen Klanges, die selbst die dichtesten Strukturen transparent erscheinen lassen.
Aufgrund ihrer aufregenden und virtuosen Aufführungen wurde Musica Fiata zu führenden Festivals wie z.B.,Brügge, Prag, Kopenhagen Utrecht, Barcelona, Venice, Ravenna , Israel, Ansbach, Graz, Breslau,York, eingeladen.
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Samstag, 6. September, 16 Uhr
Refektorium
SCARLATTI ZUM 300. TODESJAHR
Musik für Cembalo von Alessandro Scarlatti
Gösta Funck, Cembalo
Gösta Funck
Alessandro Scarlatti gilt als Vertreter der neapolitanischen Schule zweifelsohne als wichtiger Innovator der Barockmusik. Besonders auf dem Gebiet der Oper, des Oratoriums und der Kantate schafft er Neues, das in die Zukunft weist. Auch in der Instrumentalmusik bringt er Entwicklungen voran: So gelten seine Sonate a quattro als Vorläufer des Streichquartetts. Weniger bekannt und weniger umfangreich ist Scarlattis Schaffen für Tasteninstrumente: Etwa 50 Kompositionen sind überliefert, davon um die 40 Toccaten. Die Gattung der Toccata nimmt also die zentrale Stellung in Scarlattis Musik für Tasteninstrumente ein. Bis auf sehr wenige Ausnahmen sind alle Stücke für das Cembalo komponiert. So lautet auch der Titel der Hauptquelle: Toccate per Cembalo … del Sig. Cavaliere Alessandro Scarlatti.
Gösta Funck studierte bei Glen Wilson (Diplom und Meisterklasse) und in Köln bei Ketil Haugsand (Konzertexamen). Schwerpunkt der musikalischen Arbeit von Gösta Funck ist die Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Als Solist widmet er sich dem reichhaltigen Repertoire der Zeitenwende von der Renaissance zum Barock, die sich durch die Gleichzeitigkeit verschiedener Stile und Traditionen auszeichnet.
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Samstag, 13. September, 16 Uhr
Refektorium
JOHANN SEBASTIAN BACH
ARIEN FÜR SOPRAN
Ausgewählte Arien aus Oratorien und Kantaten
Ensemble «I Girasoli»
Johanna Kaldewei, Sopran
Eleonora Trivella, Oboe
Martin Knörzer, Violoncello
Anna Scholl, Cembalo

Johanna Kaldewei
Geinsam mit ihrem Ensemle "I Girasoli" wird Johanna Kaldewei Arien, Choralsätze und Kammermusik von J.S. Bach zur Aufführung bringen. Die Sopranstin wird mit der Oboistin Eleonora Trivella in einen innigen Dialog treten: eine musikalische Reise durch die Emotionen Klage, Trauer und Zuversicht.
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Samstag, 20. September, 16 Uhr
Refektorium
RAMEAU Á LA TURQUE
Tanburi Mustafa Cavus
Jean-Philippe Rameau
EnsembleMusica Sequenza
Burak Özdemir, Leitung und Barockfagott
Javier Bruno Aguilar, Barockgeige
Chang Yun Yoo, Barockbratsche
Tabea Schrenk, Barockcello
Sebastian Flaig, Percussion
Pedro Alcacer, Barockgitarre
Musica sequenza
Das Berliner Barockensemble Musica Sequenza wurde 2008 von Burak Özdemir an der Juilliard School in New York gegründet. Seit 2011 ist das Ensemble in Berlin ansässig. Das Ensemble widmet sich der Innovation der Barockmusik und der Entwicklung einer interkulturellen künstlerischen Bewegung mit Musikern, Sängern, Tänzern, Choreographen, bildenden Künstlern, Architekten, Designern und Filmemachern aus aller Welt. Bisher hat das Ensemble weltweit über 40 Produktionen geschaffen.
Das Ensemble spielt auf historischen Instrumenten aus dem 17. und 18. Jahrhundert und arbeitet in einem internationalen Netzwerk mit globalen Partnern wie Opernhäusern, Festivals, Konzertsälen, Stadttheatern, Museen und Kunststiftungen. Musica Sequenza präsentiert Aufführungen mit einem Repertoire von der Renaissance bis zu zeitgenössischen Komponisten. Mit seinen interdisziplinären Produktionen aus Barock, Jazz, Neuer Musik, Elektroakustik, modernem Tanz, konzeptueller Performance und experimentellem Musiktheater beteiligt es sich an der zeitgenössischen Kunstszene.
MUSIK IM KLOSTER ALTFRIEDLAND 2025
wird finanziell unterstützt durch die
Kreissparkasse Märkisch Oderland
Veranstalter:
Kulturförderverein Kloster Altfriedland e.V.
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Tel: 030-6917566 mobil: 0175-689 8393
Tickets: 16 € ermäßigt 12 €
Kartenvorbestellungen:
Kultur- und Tourismusamt Märkische Schweiz
Tel: 033433-150031
www.kulturfeste.de,
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Publikation des
Kulturfördervereins Kloster Altfriedland e.V.
2022 erschienen
Spuren jüdischen Lebens an der mittleren Oder
Text: Hilmar Schulz
Fotografie: Yvette Thormann
Gestaltung/Produktion: Florian Reckert
Herausgeber: Ernst Herzog
Das Buch geht der jüdischen Vergangenheit im deutsch-polnischen Grenzgebiet der mittleren Oder nach. Betrachtet werden 24 Orte auf beiden Seiten des Grenzflusses, in denen das kulturelle Erbe der Jüdinnen und Juden noch sichtbar und erlebbar ist. Das zweisprachige Buch lädt mit ansprechenden Texten und kraftvollen Bildern dazu ein, diese Orte zu besuchen und der verschwundenen jüdischen Welt nachzuspüren.
Was lange vergessen oder versteckt blieb, jetzt aber wiederentdeckt ist, was durch Krieg und Verfolgung zerstört, bewusst verschüttet und respektlos überbaut wurde, wird ein Stück weit sichtbarer. Die „Spuren / Ślady“ werden damit an Straßen, Gebäuden, Plätzen oder in Waldstücken besser zu finden sein. Über Jahrhunderte währendes, aber weitgehend vernichtetes jüdisches Leben kehrt mit dieser Art Leitsystem in die lebendige Erinnerung ein.
Dr. phil. Sascha Topp
Kulturförderverein Kloster Altfriedland e.V.
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